Minimalismus Telegramm 15.05.2018

Thema 1 : das Tempo des Reduzierens

Ich komme an einen Punkt, wo man nicht mehr so einfach wegwerfen oder verschenken kann und drĂŒcke mich vor einigen Entscheidungen 😉

Bei einigen Dingen sehe ich den Aufwand zum Verschenken oder Verkaufen nicht mehr und werde mich wohl so davon trennen ĂŒbers Recycling , notfalls RestmĂŒll.

Ich  denke, dass ich bei dem Tempo so noch ein  Jahr brauchen werde. Da, wo ich schon mal durch war, ist beim zweiten Blick wieder was zu finden. Und immer die Frage, ob man es nicht doch spĂ€ter einmal gebrauchen kann. Beispiel : Waffelweisen, Es kommt mittlerweile nur noch vielleicht einmal im Jahr zum Einsatz, aber dann braucht man es. Es war nie aber ein Kandidat zum Weggeben bei uns, da gĂ€be es Krieg hier im Haus. Ich kriege stĂ€ndig die Mahnung „nicht alles wegwerfen“. Also  wird es abgesprochen, was im Gemeinschaftseigentum ist bzw. gemeinsam genutzt wird.

Thema 2 : MissstĂ€nde, mit denen man ĂŒber Jahre lebt

Der linke Teil meines Schreibtischs hat eine schrecklich laut quietschende Schublade. Richtig laut und richtig heftig ins Ohr.  Irgendwann nach einem Umzug (vor Jahrzehnten) war das entsetzliche Quietschen da und konnte bisher von außen nicht wirklich  lokalisiert werden.  Da sind Schienen und evtl. Kugellager drin, wer weiß. Das ist auf der  ToDo-Liste. Entweder ich krieg das Quietschen weg oder der Teil des Schreibtischs muss gehen.  Verzogen und kaputt oder irgendwas ungeschmiert. Ich frage mich , warum ich schon so lange mit dem Teil lebe und mich Ă€rgere. Die Wahrheit ist : man gewöhnt sich auch an doofe Sachen , wo Leute von außen sagen wĂŒrden : das geht ja gar nicht. Die Schublade wurde halt seltener genutzt 😼 Schluss damit, wird die nĂ€chsten Tage angegangen (PC-Abbau, Schreibtisch ausrĂ€umen, Arbeit, Arbeit, Arbeit) !

Ich kannte jemand, da war ein Fenster verzogen, aber es wurde nie repariert und blieb undicht. Ohoh, ganz schön kalt im Winter. Oder ein Stuhl wackelt und man arrangiert sich damit, Beispiele gĂ€be es sicher genug. Diese Dinge belasten wie ein vollgemĂŒllter Schrank.Man möchte am liebsten einen Bogen darum herum machen und wird doch immer wieder damit konfrontiert.

Wenn Minimalismus bedeutet, dass man Dinge um sich herum hat, die einen erfreuen oder funktional notwendig sind, dann mĂŒssen diese Dinge auch funktionieren und repariert werden oder notfalls gehen/ersetzt werden.

Nicht selten sieht man auf youtube bei Minimalisten sehr hochwertige Dinge in der Wohnung, z.B Laptops von Apple.  Oder… es sind gebrauchte Dinge, die gĂŒnstig angeschafft wurden und dadruch eine gĂŒnstige Kosten-Nutzen-Rechnung ermöglichen. Geht es kaputt, ist nicht viel Geld weg. Entweder es wird nichts Kaputtes gezeigt oder es ist zu vermuten schlichtweg nicht da, weil die reduzierten Dinge leichter in Ordnung gehalten werden können.

 

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