Rücklage auf Tagesgeldkonto

Ich habe heute eine Rücklage auf dem Tagesgeldkonto angelegt,  obwohl es dort gemessen an der Kaufkraft immer weniger wert sein wird. Ich bin also nicht mehr „voll investiert“, die Liquidität ist jedoch prozentual gering.

Angeregt wurde ich durch eine Diskussion in einem anderen Blog und ein Gespräch mit einer lieben Freundin,  die 10.000 € auf dem Tagesgeldkonto hat, weil es ihre Nerven beruhigt. Das ist verdammt viel Geld, aber es gibt dann keine reguläre ungeplante  Ausgabe mehr von der Waschmaschine bis zu Zähnen beim Zahnarzt, wo man erst mal zusammenzuckt, ob man so viel Geld zusmmenkriegt.

Der zweite Grund ist, dass ich bisher immer eine Aktie mit Gewinn hätte verkaufen können, wenn ich Geld gebraucht hätte. Angesichts der turbulenten Börsen und weil ich seit Anfang 2018 Gebühren minimieren möchte, kommt ein Aktienverkauf vorerst nicht in Frage. Das wäre zu aufregend und nervig.

Und es gibt noch einen dritten Grund : Einkommenssteuernbescheide der letzten Jahre werden immer wieder mal rückwirkend korrigiert.  Das kann leicht in die Tausende gehen, auch weil da je nach Veranlagungsjahr die 6% Verzugszinsen draufgerechnet werden – pro Jahr.

Im Übrigen gilt  : je mehr man besitzt , desto mehr kann kaputt gehen muss ggfls. repariert oder ersetzt werden. Da ich Immobilienbesitzer bin ist eine Rücklage auch nicht verkehrt (bei vermieteten Immobilien wird automatisch  eine Rücklage gebildet, aber die kann in selteneren Einzelfällen auch unzureichend sein).

Im ersten Schritt habe ich 5.000 € zusammengekratzt und beabsichtige dann im Laufe des Jahres auf 10.000 € aufzustocken.

Das Einrichten dieser Rücklage ordne ich der Kategorie „Lebensqualität“ zu, weil es verhindert unter Zeitdruck Geld anschaffen zu müssen.

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3 Kommentare zu Rücklage auf Tagesgeldkonto

  1. Benjamin sagt:

    Hey Thorsten,
    Rücklagen zu bilden finde ich eine wichtige und gute Entscheidung.
    Praktiziere ich genauso und gibt mir wenn auch renditelos einfach ein gutes Gefühl. Unabhängig davon das Rücklagen als Notgroschen unerlässlich sind , bilde ich darüber hinaus immer auch Rücklagen, um mir meinen Jahresurlaub zu finanzieren. Das bringt mich bei Buchung der Flüge usw. nicht in die Situation an meine Ersparnisse zu gehen. Auch für die Steuer lege ich was zurück. Genauso wie Du auch. Man weiß ja nie was das Finanzamt sich da zusammen rechnet. Liebe Grüße. Benjamin

  2. Annabella sagt:

    hallo Thorsten,

    ich bin Fan von Rücklagen, viele Rechnungen kommen ja nicht monatlich sondern viertel, halb oder gar jährlich, z.B zahle ich meine Krankenkasse jährlich, ich habe die höchste Franchise, d.h. die ersten 2600 CHF muss ich sowieso selber bezahlen, dafür ist die Prämie dann günstiger, dafür stelle ich jeden Monat einen Pauschalbetrag zurück,
    für meine Viecher brauch ich auch eine ordentliche Rücklage, der Tierarzt ist nicht billig und ich will nicht überlegen müssen woher das Geld nehmen? geht es überhaupt?, nein, dafür braucht es unbedingt ein Polster und nicht zu knapp.
    Was verbraucht wurde, muss dann umgehend aufgefüllt werden,
    aber riesige Rücklagen sonst bilde ich nicht, was geht wird investiert, jeden Monat, stur und stetig, solange ich das eben noch kann.

    liebe Grüsse

  3. egghead sagt:

    Da ähnelt sich einiges.
    Katzen, Selbstbeteiligung bei der Krankenkasse, Unberechnbarkeit bei der Einkommenssteuer…

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