Der Weg

Ich bin immer vollinvestiert und verfolge seit Anfang 2018 konsequent eine Buy and Hold Dividendenstrategie, die mir den Cashflow zum Reinvestieren oder zur Abdeckung der Lebenshaltungskosten ermöglicht. Börsenschwankungen treffen mich daher nicht ganz so hart, da es keine erzwungenen Verkaufstransaktionen geben sollte. Der Cashflow aus Dividenden sollte auch bei fehlendem Neuengegement mindestens mit der Inflation ansteigen.

Der typische Verlauf eines Deutschen Arbeitnehmerlebens ist : Ausbildung, Arbeit, Rente. Drei Lebensphasen, die man genauer betrachten sollte :

Die Ausbildung ist heute top in Deutschland, in der Regel sogar kostenfrei oder  kostengünstig. Es liegt an jedem das zu nehmen, was er braucht oder kann. Viele Länder bieten das nicht.

Bei der Arbeit kommen schon erste Dellen, man kann heute nicht mehr davon ausgehen, nur einen Beruf bei einem Arbeitgeber bis zur Rente innezuhaben. Das Rad dreht sich immer schneller, Arbeitsplätze sind alles anderes als sicher. Globalisierung und technischer  Fortschritt lassen Unternehmen fusionieren, Arbeitsplätze verschwinden oder werden umgestaltet. Dies alles mit einer Geschwindigkeit, die über die  Dauer des Erwerbslebens hinausgehen. Deutschland hat nach OECD die zweithöchste Steuerbelastung, gleichzeitig stagnieren die Gehälter seit 20 Jahren, während die Lebenshaltungskosten explodiern (Mieten, Energie,…).  Das erschwert die Sparphase  definitiv.  Aufgeben sollte man dennoch nicht, es ist möglich.

Schließlich die Rente, die staatliche Rente ein umlagefinanziertes Konstrukt, gegen das die Demographie arbeitet. Der Gesetzgeber steuert gegen mit steuerbegünstigten Produkten wie Betriebsrente, Riesterrente und Basisrente („Rüruprente“).  In letzer Zeit mehren sich die Berichte, dass all diese Rentenkonstrukte nicht die Rendite bringen, die man erwarten würde. Sogar die Betriebsrenten sollen in ihrer Leistung gefährdet sein, weil die Träger falsch investieren. Verwaltungskosten, falsche Geldanlagen in Niedrigzinsanlagen, zukünftige Preissteigerungen  etc. bringen die eingezahlten Beträge bei Riester- und Basisrente in Gefahr.

Was tun ?

Man sollte die eigene aktive Arbeit in jungen Jahren maximieren, Erlöse aus Überstunden und Nebeneinkünfte in Immobilien, Aktien und ETF investieren. Es ist  anzuraten eine hohe Qualifikation durch selbstständige Tätigkeit oder Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber mit Gehaltssteigerung vergolden, so weit das möglich ist. Gerade in jungen Jahren kann man leicht 5% oder 10% mehr Gehalt durch einen Wechsel erreichen.

Mit einer Zunahme des aktiven Einkommens unter gleichzeitiger Investion in substanzhaltige Anlagen kann man  Zinseszinseffekte und eine hohe Akkumulation von Kapital erreichen.

 

Im Ergebnis werden die Faktoren „aktive Arbeit“ und „Rente“ in ihrer Risikobehaftung gemildert. Wer in einer eigenen Wohnung wohnt oder Mieteinnahmen aus einer solchen hat, wer Dividenden aus Aktien erhält ist finanziell abgesicherter als der , der alles verkonsumiert und kann mit Zuversicht in die Zukunft blicken.

Aktien sehe ich als wichtigen Teil einer erfolgreichen Strategie an. Für mich gehören Immobilien und Beteiligungen ebenso dazu. Aktien sind am leichtestesten zu erwerben und wieder zu verkaufen.

Teure Autos, teure Urlaube, übergroße Immobilien, übertriebener Konsum. Das sind die Todfeinde der finanziellen Freiheit. Spart euch das, investiert in eure finanzielle Freiheit.

Was hat diese Webseite mit Minimalismus zu tun?

So, wie das Depot und die Geldströme wachsen, so sollte sich irgendwann auch einmal der Geist freier entfalten können. Zu viele Dinge, die einen in der Wohnung  halten sollte man reduzieren. Dann kann man mehr in der Natur umherwandern oder mit Leuten etwas Unternehmen. Das Anhäufen und Sammeln von zu vielen Dingen belastet mehr, denn es glücklich macht. Da gibt es ejnen individuellen Punkt , ab dem mehr und größer nicht mehr glücklicher macht. Ab da wird es anstrengend mit mehr, man muss sich darum kümmern, saubermachen, man verliert die Übersicht und benutzt vieles einfach gar nicht. Dieser ganze Krempel nimmt Raum weg, in der Wohnung und im Geist.

Und es gibt einen Punkt, bei dem weniger nicht mehr glücklicher macht. Darunter wird es anstrengend.

Irgendwo dazwischen sollte man sich bewegen zwischen gerade noch ausreichend und gerade noch nicht zu viel.